Betreuungs- und Entlastungsleistungen am 13.02.2019

Haushaltsnahe Dienstleistungen bei einer Familie im Stadtgebiet von Altenburg.
Nach einem Arbeitsunfall des Ehemanns werden unsere Dienstleistungen von der Berufsgenossenschaft finanziert. Unser Unternehmen hat von einem professionellen Pflegedienst eine Anfrage erhalten, ob wir die Dienstleistungen (wöchentlich 3 Stunden) im Haushalt übernehmen können. Von dem professionellen Pflegedienst können die Aufgaben aus Kapazitätsgründen nicht mehr ausgeführt werden. Wir leisten die haushaltsnahen Dienstleistungen seit Mai 2018. Zusätzlich benötigt die Familie weitere hauswirtschaftliche Hilfe, die über das Pflegestärkungsgesetz in Höhe von 125,00 € zur Verfügung stehen. Für diese hauswirtschaftlichen Dienstleistungen muss die Familie einen professionellen Pflegedienst beauftragen, weil meinem Unternehmen die Zulassung vom Thüringer Landesverwaltungsamt verweigert wird. Wir leisten genau die identischen hauswirtschaftlichen Arbeiten, wie der professionelle Pflegedienst. Nur weil wir bzw. die Familie diese identischen Leistungen nicht bei der Pflegekasse geltend machen dürfen, wird die Familie dazu gezwungen einen professionellen Pflegedienst für 125,00 € zu beschäftigen.
Der professionelle Pflegedienst berechnet für die Leistungen 40,00 €. Damit kann der Pflegedienst genau 3,13 Stunden bei der Familie arbeiten.
Für unsere Dienstleistungen wird ein Stundensatz von 20,00 € berechnet. Das entspricht einer Leistung von 6,25 Stunden für insgesamt monatlich 125,00 €, die bei der Pflegekasse gesetzlich geltend gemacht werden dürfen. Damit stehen der Familie nur 3,13 statt 6,25 Stunden für die notwendigen zusätzlichen hauswirtschaftlichen Dienstleistungen zur Verfügung.
Für wen wurde das Gesetz (ThürAUVAPO) gemacht?
Für die Pflegebedürftigen? Das ist leider kein Einzelfall!

Karl-Peter Gottschling am 13.02.2019

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